Lichtleitersensoren neu gedacht

ÜBERGREIFENDE ANSÄTZE FÜR KOMPLEXE VORGÄNGE IN DER DETEKTIERUNG

Für das japanische Unternehmen Omron entwickelten wir für das Geschäftsfeld “Industrial Automation” in dem Bereich “Sensors” neue Ansätze für optische Verstärker- sogenannte Fiber Amplifier. Diese Geräte können kleinste Objekte in engen, schwer zugänglichen Platzverhältnissen detektieren. Die Generation multifunktionaler Lichtleitersensoren kann durch ihre Vielseitigkeit in unterschiedlichsten Anwendungen eingesetzt werden und vielerlei Aufgaben durch unterschiedliche Betriebsmodi lösen.

Diesem All-in-one Vorteil erwächst jedoch die Herausforderung, eine einfache Bedienung zu ermöglichen und Fehlerquellen auszuschließen. Mit unserer Herangehensweise des OVERALL concept präsentierten wir völlig neue, übergreifende Ansätze hinsichtlich Ergonomie, ökonomischer und gleichzeitig ökologisch optimierter Fertigung einer zukünftigen Produktfamilie für Lichtleitersensoren, die sich in der signifikanten Gestaltung wiederspiegeln.

Wirtschaftlich durch OVERALL concept Ansatz mit ECOBENEFIT®

Kunde: Omron

Leistungen: Konzeption, Entwurf, Visualisierung

Bilder: Björn Bersch, Sven Bersch

Zeitraum: 2011

Omron

Das weltweit agierende japanische Unternehmen Omron mit Hauptsitz in Kyoto ist in vier Hauptgeschäftsfeldern tätig: Industrieautomation, elektronische Komponenten, sowie öffentliche Systeme und Medizintechnik. Über die Hälfte des Umsatzes werden außerhalb Japans erwirtschaftet. Neben den vier Hauptgeschäftsfeldern baut das Unternehmen den Bereich Umwelttechnologien und regenerative Energien stetig aus.

Concept

Neuordnung für einen neuen Weg

Um ökonomisch und ökologisch neue Wege zu finden bedarf es konzeptioneller Ansätze, die auf vielschichtigen Fragestellungen basieren, jedoch anschließend in übergreifender Form zu einem Ganzen zusammengeführt werden müssen.

Im Falle der Lichtleitersensoren legten wir einen Schwerpunkt auf ergonomische Faktoren und hinterfragten die Ausprägung und Handhabung der Bedienelemente, das Interface, sowie den Displayschutz. Die Sensortypen, die wir aus Fertigungs- und Marketingaspekten in einer Produktfamilie mit formal einheitlicher Grundform gestalteten, folgen daher z.B. alle unserem Ansatz einer digitalen Bedieneinheit mit vertikaler Menüstruktur.

Damit reduzierten wir die optische und analoge Komplexität der Bedienelemente und Fehlbedienungen werden minimiert. Eine weitere Optimierung stellt die Einsparung der bisherigen Schutzabdeckung hinsichtlich Kosteneinsparung und Handling dar. Anstelle der Schutzabdeckung als Spritzgußzusatzteil, sahen wir einen Displayschutz durch Beschichtung vor, der eine einfache Handhabung ermöglicht.

Weitere Ansätze waren das Definieren, Finden und Zusammenführen fertigungs- funktions und handlingoptimierter Lösungen hinsichtlich verschiedener Sensortypen, die in der Anwendung kombiniert und als Produktfamilie wahrgenommen werden können. Hierfür entwickelten wir maßliche und formale Ordnungen.

Vorentwurf

Reduktion von Produktionskosten

Mit der Definition eines Plattformkonzeptes, für unterschiedliche Lichtleitersensoren u.a. eine Gehäusegröße vorzusehen, generierten wir mehrere Vorteile:

Eine optimierte Gehäuseform und reduzierte Formkosten senken die Produktionskosten durch Materialeinsparung und bedeuten durch Ressourcenschonung ökonomischen und ökologischen Mehrwert.

Es entsteht eine einheitliche Höhe der Bedienebene bei nebeneinander angeordnet arbeitenden Sensoren, die das handling deutlich optimiert.

Die Kommunikation für nebeneinander arbeitende Lichtleiter über die optische Schnittstelle wird bei einheitlicher Positon erleichtert.

Die einheitliche, klare, formale Gestaltsprache zeigt übergeordnet die Markenzugehörigkeit an und charakterisiert zugleich die Produktfamilie.

Die Differenzierung der verschiedenen Lichtleitersensoren innerhalb der Produktfamilie wird über den Austausch von Materialtextur und Frabe definiert und ist durch den modularen Aufbau der immer gleichen Gehäusekomponenten ermöglicht.

Mit unserem ganzheitlichen Ansatz, der innovativen Gestaltung einer ganzen Produktfamilie, zeigen wir nicht nur einen ökonomisch und ökologisch optimierten Ausblick, sondern stärken dadurch gleichzeitig imagefördernd Omron als Marke.
Sven Berschnovakonzept, head of industrial design & development

Entwurf

Produktsprache macht Werte erlebbar

Die visuelle Kommunikation ist wesentlicher Teil der Kommunikation eines Unternehmens nach innen, so wie nach außen. Sie vermittelt und erklärt Werte und ist maßgeblich für die Wahrnehmung im Markt.

Um jedoch aus dem Wettbewerb herauszustechen, ist eine klare Sprache aus einem Guß erforderlich. Ein wichtiger Teil der visuellen Kommunikation ist die formale, dreidimensionale Sprache- die Produktsprache. Sie generiert über Form, Material, Textur und Verarbeitungsqualität Werte und macht diese erlebbar. 

Damit aus diesen Werten Unternehmenswerte enstehen, muss diese Sprache bewusst entwickelt, gewält und konsequent eingesetzt werden. Unserer neuer, übergreifender Produktweg zeigt daher eine einheitliche, klare Gestaltsprache, die die darin enthaltenen Mehrwerten zum Ausdruck bringt.

Die drei präsentierten Modelle der Lichtleitersensoren stehen exemplarisch für eine Produktfamilie mit einheitlichem Charakter: einer neuen, formalen Product CI.

Further Information

Sven Bersch
head of industrial design & development

Fon:+49 4547 707 32 38
info@novakonzept.com

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